Queere Seelsorge & Beratung
Du bist queer. Du bist genug. Deine Geschichte zählt.
Wir sind ein Team aus Menschen mit einer qualifizierte Seelsorge- oder Beratungsausbildung und wir sind alle selbst queer. Neben den grundsätzlichen Werten, Menschen mit Respekt, Empathie und Wertschätzung entgegenzutreten, sind uns die Werte und das Bewusstsein für Themen wie Intersektionalität, (Queer-)Sensibilität sowie Diversität ein ganz besonderer Anspruch.
Die Queere Seelsorge und Beratung richtet sich an Menschen, die sich selbst auf dem LGBTQIA+ Spektrum verorten und bietet Raum für alle Themen, die schwer auf dem Herzen liegen. Egal ob Krisen, Probleme und Queerness im Alltag, wir hören zu und sind da.
Worüber wir letztendlich sprechen, entscheidet die seelsorgesuchende Person selbst, auch wenn das Thema nicht im direkten Bezug zur Queerness steht. Mögliche Themen könnten sein: Identität, Coming-Out, Sex und Beziehung, genauso wie Einsamkeit, Trauer, Krankheit, Sinn des Lebens oder Spiritualität. Uns ist bewusst, dass Queerness die Lebensrealität verändern kann. Das unterscheidet uns im Wesentlichen von anderen Seelsorgeangeboten.
Alter, Herkunft, Wohnort, Kirchen- und Religionszugehörigkeit spielen dabei keine Rolle.
Wir bieten eine Begegnung auf Augenhöhe und ermöglichen so auf einer anderen Ebene einzusteigen und über Anliegen zu sprechen. Zahlreiche Anfragen bei der Queeren Kirche Köln nach einem Angebot dieser Art, bestätigen die Dringlichkeit eines Angebots speziell für queere Menschen schon seit längerem.
Das Angebot ist für Seelsorgesuchende komplett kostenlos, ob es einmalig oder mehrfach in Anspruch genommen wird, ist dabei irrelevant. Wir sind für dich da, wenn du uns brauchst.
Wir möchten betonen, dass unser Angebot keinesfalls eine Fachberatung oder psychotherapeutische Behandlung ersetzen kann.
Das haben wir für dich:
geschulte Gesprächspartner*innen, die selbst queer sind
Vertraulichkeit: alles, was besprochen wird, bleibt unter uns
keine Kosten
Disclaimer: Seelsorge ist und ersetzt keine Psychotherapie.
„Wenn du merkst, es wird schlimm, sag Bescheid.
Ich wär’ gern für dich da, wenn du weinst.“- Lena & Linus
Mit diesen Menschen kannst du ein Gespräch führen:
Alex
(er/ihn)
Ich bin ehrenamtlicher Seelsorger und als Life- und Businesscoach und Kommunikationstrainer ausgebildet.
Juni
(sie/ihr)
Ich bin ehrenamtliche Seelsorgerin und studiere Psychologie im Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie.
Lea
(sie/ihr)
Ich bin Systemische Beraterin (DSGF-Zertifiziert).
Tim
(er/ihn)
Ich bin Pfarrer und Seelsorger der Queeren Kirche Köln.
Lisa
(sie/ihr)
Ich bin angehende Pfarrerin und meine Schwerpunkte in Studium und Ausbildung waren u.a. queersensible Seelsorge und Perspektiven einer queersensiblen Sexualethik.
Dorothea
(sie/ihr)
Ich bin Pfarrerin und Seelsorgerin, queersensibel geschult und mache eine Ausbildung zur systemischen Beraterin.
Eli
(sie/ihr)
Ich bin eine lesbische Pfarrerin und feministische Theologin.
Antonia
(sie/ihr)
(Beschreibung folgt)
HAST DU RÜCKFRAGEN?
Dorothea Ugi: 01520 8708574 oder dorothea.ugi@ekir.de
DU WILLST TEIL DES TEAMS WERDEN?
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WIR SIND TEIL VON
Hier kannst du dir einen Termin aussuchen:
FAQ (Fragen und antworten)
Queere Seelsorge ist ein Gesprächsangebot von queeren Menschen für queere Menschen. Wir sind selbst queer und haben unterschiedliche Qualifikationen in Seelsorge und Beratung. Wir hören zu, halten mit aus, sortieren gemeinsam Gedanken und Gefühle und schauen mit dir darauf, was dir gerade helfen könnte.
Dabei bestimmst du, worüber du sprechen möchtest und was im Gespräch Raum bekommen soll. Queere Seelsorge ist keine Psychotherapie und ersetzt weder eine therapeutische oder medizinische Behandlung noch eine Fachberatung.
Unser Angebot richtet sich an alle Menschen, die sich selbst auf dem LGBTQIA+ Spektrum verorten oder auf der Suche sind.
Dabei spielen Alter, Herkunft, Wohnort, Kirchen- oder Religionszugehörigkeit keine Rolle. Auch wie du dich genau bezeichnest oder ob du überhaupt schon Worte für deine Identität gefunden hast, ist nicht entscheidend.
Du musst bei uns nichts beweisen und kein bestimmtes Label mitbringen.
Unsere Gespräche finden in von uns ausgewählten Räumen in Köln oder online statt.
Nein. Du kannst mit allem zu uns kommen, was dich beschäftigt, belastet, bewegt oder worüber du einfach einmal mit jemandem sprechen möchtest.
Das können Themen rund um Queerness sein. Zum Beispiel Identität, Coming-out, Transition, Sexualität, Beziehungen, Familie- und Familiengründung, Kinderwunsch oder Diskriminierungserfahrungen. Genauso können aber Einsamkeit, Trauer, Abschied, Krankheit, Arbeit, Konflikte, Zukunftsfragen, Spiritualität oder die Frage nach dem Sinn des Lebens Thema sein.
Deine queere Lebensrealität kann eine Rolle spielen, ohne selbst das Thema eines Gesprächs zu sein.
Weil es einen Unterschied machen kann, mit wem wir sprechen. Queere Menschen erleben immer wieder, dass sie ihre Lebensrealität erklären müssen, auf Unverständnis treffen oder sogar Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren. Das kann dazu führen, bestimmte Dinge lieber gar nicht erst anzusprechen. Bei uns sollst du an einem anderen Punkt anfangen können. Du musst nicht zuerst erklären, warum deine Beziehung eine Beziehung ist, was dein Geschlecht bedeutet oder warum eine bestimmte Erfahrung etwas mit Queerness zu tun hat. Wir teilen nicht automatisch dieselben Erfahrungen – denn queere Lebensrealitäten sind vielfältig. Aber wir bringen eigene queere Perspektiven und eine Sensibilität für unterschiedliche Erfahrungen mit.
Über unser Online-Formular kannst du dich bei uns melden. Dort kannst du uns die Informationen geben, die wir brauchen, um einen passenden Kontakt herzustellen. Du musst dein Anliegen dabei nicht ausführlich erklären.
Ja. Das ist ein wichtiger Teil unseres Selbstverständnisses. Alle Personen, die bei uns Seelsorge und Beratung anbieten, sind selbst queer. Gleichzeitig haben wir unterschiedliche Biografien, Identitäten, Erfahrungen und professionelle Hintergründe. Wir verstehen Queere Seelsorge deshalb als ein Angebot auf Augenhöhe: nicht als Seelsorge für eine vermeintlich besondere oder hilfsbedürftige Gruppe, sondern als Gespräch zwischen Menschen, die queere Lebensrealitäten aus eigener Erfahrung kennen.
Das hängt vor allem von dir ab. Vielleicht möchtest du einfach erzählen. Vielleicht möchtest du gemeinsam Gedanken sortieren. Vielleicht suchst du nach einer neuen Perspektive. Vielleicht möchtest du schweigen, weinen, wütend sein oder lachen. Und wenn Spiritualität für dich wichtig ist, können, wenn du das möchtest, auch ein Gebet, ein Segen oder andere spirituelle Formen Teil des Gesprächs sein.
Nein. Du musst weder Mitglied einer Kirche sein noch an Gott glauben. Du brauchst keine religiösen oder „christlichen Kompetenzen“, um Seelsorge in Anspruch zu nehmen. Du entscheidest selbst, ob Glaube, Religion oder Spiritualität in deinem Gespräch eine Rolle spielen.
Ja, natürlich. Vielleicht glaubst du an Gott. Vielleicht hast du mit Kirche schlechte Erfahrungen gemacht. Vielleicht suchst du nach einer Spiritualität, die zu dir passt. Vielleicht bist du wütend auf Gott oder Kirche. Vielleicht möchtest du beten oder gesegnet werden. Vielleicht kannst du mit all dem überhaupt nichts anfangen.
All das darf sein. Spiritualität kann Teil der Gespräche sein – muss es aber nicht.
Wichtig ist uns dabei, dass wir dir nicht sagen wollen, wie du leben, lieben, glauben oder dich identifizieren sollst.
Du bestimmst, worum es geht. Wir möchten einen Raum schaffen, in dem du erzählen, fragen, zweifeln, suchen, schweigen und sortieren kannst, ohne deine queere Lebensrealität rechtfertigen zu müssen.
In einer akuten Krise kannst du hier Hilfe finden:
Rosa Strippe e.V. Krisentelefon:
0234 19446 (Mo-Do 16-20 Uhr)
Telefonseelsorge: (rund um die Uhr, kein spezifisch queeres Angebot)
0800 111 0111
0800 111 0222
116 123
https://www.telefonseelsorge.de/chat/
Wir wissen, dass kein Raum für alle Menschen vollkommen sicher sein kann. Deshalb sprechen wir lieber davon, einen möglichst sicheren oder sichereren Raum zu schaffen. Dazu gehört für uns, queere Identitäten und Lebensweisen nicht infrage zu stellen, diskriminierungssensibel zu arbeiten und unterschiedliche Erfahrungen mitzudenken. Wir wissen außerdem, dass Queerness nie die einzige Dimension eines Menschen ist. Herkunft, Rassismuserfahrungen, Behinderung, soziale Herkunft, Alter, Geschlecht, Religion und viele weitere Erfahrungen können beeinflussen, wie wir leben und welche Ausschlüsse wir erfahren. Dafür möchten wir sensibel sein und bleiben.
In unserem Team kommen unterschiedliche professionelle Hintergründe zusammen. Manche von uns sind für Seelsorge qualifiziert, andere bringen Qualifikationen aus Beratung mit. In beiden Fällen geht es darum, dir Raum zu geben, zuzuhören und gemeinsam mit dir auf das zu schauen, was dich beschäftigt. Unsere Beratung ist dabei keine spezialisierte Fachberatung. Wenn du Unterstützung brauchst, die wir nicht leisten können, können wir gemeinsam schauen, welche andere Stelle dafür passend sein könnte.
Nein. Unser Angebot kann dir Raum geben, über Krisen, Gefühle, Beziehungen und belastende Erfahrungen zu sprechen. Es ersetzt aber keine Psychotherapie, psychiatrische oder medizinische Behandlung.
Wenn wir gemeinsam merken, dass du eine andere oder weitergehende Unterstützung brauchst, können wir mit dir überlegen, welche Anlaufstelle passend sein könnte.
Nein. Du kannst auch kommen, wenn du einfach merkst: Da ist etwas, worüber ich sprechen möchte.
Du musst dein Anliegen vorher nicht sortiert haben und auch nicht wissen, was am Ende eines Gesprächs herauskommen soll. Wir können gemeinsam schauen, was gerade da ist.
Auf der Webseite der Queeren Seelsorge findest du unser Team. Jede*r von uns bringt eine spezielle Profession und berufliche Expertise mit ein. Such dir hier einfach jemanden aus. Im Zweifel, höre einfach auf dein Bauchgefühl, welche*r Gesprächspartner*in dich am meisten anspricht. Hast du beispielsweise das Bedürfnis etwas tiefer in den Bereich Religion und Kirche einzusteigen, möchtest beten oder gesegnet werden, bist du vermutlich bei einer Pfarrperson am besten aufgehoben.
Generell sind wir alle im Bereich Seelsorge oder Beratung ausgebildet und können dich alle gleichermaßen qualifiziert betreuen.
Wenn du alleine nicht weiterkommst, melde dich gerne bei der Dorothea. Ihre Kontaktdaten findest du auf der Seite der Queeren Seelsorge und Beratung.
Erfahrungsgemäß kann die Dauer immer etwas variieren und entwickelt sich im Gespräch. Jede*r Seelsorger*in legt das für sich ein bisschen anders fest. Wir kommunizieren das aber am Anfang des Gespräches. Es gibt hier keine Mindestgesprächdauer oder ähnliches. Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst und Raum für dein Anliegen findest. Am Ende besprechen wir, ob wir direkt ein weiteres Gespräch vereinbaren wollen, ob es mit dem einen Gespräch getan ist oder ob du dich einfach bei Bedarf wieder meldest. Das richtet sich vollkommen nach deinem persönlichen Empfinden und Bedürfnis.
Nein, das Angebot ist für dich kostenlos. Egal, ob du es einmalig oder mehrfach in Anspruch nehmen möchtest.
Vertraulichkeit ist für Seelsorge zentral.
Auch darüber kannst du mit uns sprechen. Kirche war und ist für viele queere Menschen kein sicherer Ort. Queere Menschen haben in kirchlichen Kontexten Abwertung, Ausschluss und Verletzungen erfahren. Wir möchten diese Erfahrungen weder relativieren noch verteidigen. Du musst Kirche nicht mögen, ihr nicht vertrauen und dich ihr nicht zugehörig fühlen, um mit uns zu sprechen. Auch wir im Team bringen hier ganz unterschiedliche Erfahrungen mit.
Du brauchst bei uns kein fertiges Label. Wenn du Fragen zu deiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität hast, dich ausprobierst, suchst oder unsicher bist, darf auch dafür Raum sein. Wir werden dir nicht sagen, wer du bist – aber wir können dich beim Nachdenken begleiten.
Queere Seelsorge soll für alle Menschen zugänglich sein. Hier wird es bald mehr Infos dazu geben. Wir wollen uns sorgfältig darum kümmern. Wenn ihr etwas braucht, um das Angebot anzunehmen oder eine Rückmeldung geben wollt, kontaktiert uns gerne dazu.